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Round-Table Discussion: What Holds the Economy Together?

Article published in the June 2014 Credit Suisse Newsletter
(text provided by the Swiss Venture Club in German only)

Initiated/presented by the Swiss Venture Club

Roundtable-Gespräch: Was hält die Wirtschaft zusammen?


Anfang Mai 2014 trafen sich Thomas Würsch (CEO, CP Pumpen AG), Beat Zaugg (CEO, Scott Sports) und Hans-Ulrich Müller, Präsident Swiss Venture Club und Head Swiss Partnerships Credit Suisse, in Gümligen zu einem Austausch in der Frage, was die Schweizer Wirtschaft zusammenhält, was sie heute und in Zukunft handlungsfähig macht, und wie der Dialog zwischen Unternehmern und Bankern am besten gelingen kann.

Die Rolle des Bankers

HANS-ULRICH MÜLLER: Als Banker möchte ich Ermöglicher sein. Um die Erfolgschancen eines Unternehmens einzuschätzen, muss ich mich an die Fakten halten. In den heutigen Märkten geht es aber auch um Brands, Claims, Emotionen, das Gefühl für den Kunden. Provokativ gefragt: Kann ein Banker überhaupt verstehen, was für den Erfolg eines Unternehmens matchentscheidend ist?

BEAT ZAUGG: Ein Banker kann, gerade weil er einen Aussenblick hat, ein hervorragender Sparringpartner sein. Die Bank will Risiken kontrollieren, das ist höchst legitim. Doch man kann letztlich nur kontrollieren, was man wirklich versteht. Ein Kundenberater muss kompetent und handlungsfähig sein. Wenn ich Banker wäre, würde ich meine Leute empowern, denn so gewinnt man Kunden.

THOMAS WÜRSCH: Im Dialog mit der Bank frage ich mich: Kann der Berater auf meine Bedürfnisse einsteigen? Versteht er die Chancen und Herausforderungen, wie sie sich dem Unternehmen darstellen? Und wenn sich eine interessante Lösung abzeichnet, die man auch begründen kann: Wird er intern dafür kämpfen?

HANS-ULRICH MÜLLER: Das ist auch unser Anspruch. Als Akteure im Firmenkundenbusiness müssen wir strategische Partner sein. Unsere Entscheidungen müssen für alle Beteiligten vollumfänglich erklärbar und begründbar sein. Und da sind wir als grosses, arbeitsteiliges Unternehmen besonders gefordert. Man hat verschiedene Zugänge, spricht verschiedene Sprachen. Darin liegt sehr viel Potenzial. Man braucht aber eine Gesamtidee, mit der sich alle identifizieren. Die gleiche Herausforderung sehe ich im Dialog von Werkplatz und Finanzplatz. Auch hier braucht es eine Gesamtidee, mit der sich beide Seiten identifizieren können.

Politik und / oder Wirtschaft?

BEAT ZAUGG: Ist das nicht eine Frage für Politiker? Ich war einmal in einem Gemeinderat. Dabei habe ich viel gelernt. Die wichtigste Erkenntnis war, dass man nur eine Jacke tragen kann. Ich bin ein Unternehmer, das motiviert mich, und darin bin ich stark. In der Politik hingegen geht es mir zu langsam, und man ist oft zu wenig an der Sache interessiert.

HANS-ULRICH MÜLLER: Ich glaube, dass wir das Feld nicht nur den Politikern überlassen sollten. Gerade als Unternehmer sollten wir eine Idee der Schweiz haben, und diese auch nach aussen tragen. Wirtschaft hat etwas Sinnstiftendes, das wird nicht immer gesehen. Je egoistischer und opportunistischer sie auftritt, desto kleiner ist ihre Glaubwürdigkeit.

THOMAS WÜRSCH: In unserer Firma ist das zu einem wichtigen Thema geworden. Viele beschäftigt die Frage: Was ist der Sinn unseres Tuns, wozu tragen wir bei? So kam es zum Claim der Firma CP Pumpen AG, der sehr viel bewirkt hat, auch nach innen: „Cleaner Pumps, Cleaner Planet.“ Auf der Ebene der Gesamtwirtschaft geht es letztlich um das Gleiche: Wir müssen uns um ein gemeinsames Verständnis des Standortes Schweiz bemühen. Ironischerweise ist es ja so, dass die von den Banken verursachte Finanzkrise international einen eigentlichen Wirtschaftskrieg zur Folge hatte, und dass dieser uns nun zwingt, uns zusammenzuraufen.

HANS-ULRICH MÜLLER: Das ist meines Erachtens sehr treffend beschrieben. Es gibt aber auch viele unnötige Fronten. Beispielsweise Dinge, die man meint bekämpfen zu müssen, nur weil sie aus der falschen Ecke kommen. Oder Vorschläge, die man nur macht, um Applaus zu bekommen. Oder pauschales, undifferenziertes Bashing gegenüber der Finanzindustrie.

BEAT ZAUGG: Das Image der CH-Banken ist im Ausland immer noch sehr gut. Es lohnt sich vermutlich dennoch, wenn die Banken heute schon am Image arbeiten, das sie in 20 Jahren haben wollen. Für den Standort insgesamt gilt dasselbe. Wir haben genug Arbeit, und vor allem interessante Arbeit in der Schweiz. Wir werden sehen, ob die Offenheit für den Wandel, der uns dies ermöglicht hat, weiterhin vorhanden ist.

Entscheidungen für den Wirtschaftsstandort Schweiz

HANS-ULRICH MÜLLER: Mit gemeint ist ja, dass man manchmal schmerzvolle Entscheidungen trifft, die sich zugunsten des Standortes auswirken. Ein gutes Beispiel ist die Entscheidung der Jura Kaffeemaschinen, Arbeitsplätze auszulagern. Es gelang so, auf grösseren Märkten Fuss zu fassen, und so entstanden neue, interessante Arbeitsplätze in der Schweiz.

BEAT ZAUGG: Ein Hauptmotiv zum Auslagern ist der Fachkräftemangel, aktuell vor allem in den Bereichen IT und Engineering. Die Wirtschaft hat gelernt, damit umzugehen. Viele Firmen tun das, was in der Schweiz sinnvollerweise nicht mehr getan werden kann, jenseits der Grenze. Wir sind aktiv auf der ganzen Welt. Das ist ein grosser Teil des Erfolges dieses Landes.

THOMAS WÜRSCH: Der Trumpf der Schweizer Wirtschaft ist heute ihre Anpassungsfähigkeit. Die Finanzkrise und die Kursprobleme Franken-Euro haben das gezeigt. Wir haben – gerade was die rasante Entwicklung der Technologien und der Berufsfelder betrifft – gelernt, zu antizipieren und zu reagieren.

BEAT ZAUGG: Das Bedauerliche ist, dass die Politiker und die Stimmbürger oft nicht wissen, was Firmen alles tun müssen, um so beweglich und so fit zu sein, und wie wichtig es mittlerweile ist, dass wir die geeigneten Fachkräfte finden. Dass das Verhältnis zur EU belastet ist, merken wir als Unternehmer sehr gut – obwohl es keine Zollschranken gibt.

HANS-ULRICH MÜLLER: Gibt es die Plattform, wo sich die Unternehmer in solchen oder in strategischen Fragen austauschen? Spricht man offen miteinander? Lernt man von einander?

BEAT ZAUGG: Ich schätze es immer sehr, wenn es möglich ist, off the record mit einander zu sprechen. Es sollte mehr solche Treffpunkte geben – gerade zwischen Branchen, die mit ähnlichen Themen zu tun haben.

HANS-ULRICH MÜLLER: Abschliessend gefragt: Wie sehen Sie die Chancen, dass die Schweizer Wirtschaft weiterhin so leistungsfähig bleibt?

THOMAS WÜRSCH: Die Chancen stehen sehr hoch, wenn es weiterhin viele Firmen gibt, in denen man belohnt wird für Kompetenz und Engagement und kritisches Mitdenken, und in denen junge Leute ihren Weg machen können.

BEAT ZAUGG: Ich sehe ein gewisses Risiko, dass unsere jungen Menschen irgendwann vergessen, dass man nur auf hohem Niveau konsumieren kann, wenn man auf hohem Niveau produziert. Was wir pflegen müssen, ist unsere Denkweise. Es gibt bei uns sehr viele Leute, die von sich aus am Output und am Erfolg interessiert sind. Wenn man alles kontrollieren will, kann das schnell kaputt gehen.

More Information

Scotts Sports | Beat Zaugg, CEO
Winner of the 2006 Espace Mittelland Prix SVC

  • Originally American, Sun Valley Idaho
  • MBO in 1998
  • 700 employees, 200 in Fribourg
  • Revenue of CHF 440 million
  • Owner-managed, Beat Zaugg holds more than 2/3 of the voting rights
  • Production outsourced

CP Pumpen AG | Thomas Würsch, CEO
Prize winner in the 2013 Prix SVC Award for Northern Switzerland

  • 1948: Chemie Pumpenbau AG established
  • 1980: business taken over by
    Urs Würsch, who established CP Pumpen AG
  • Revenue of CHF 17 million, 80% exports
  • Niche: sealless pumps for the chemical and pharmaceutical industries
  • 55 employees in Zofingen (production), 5 in Germany (distribution)

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